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Die Kriterien der Levermann-Methode

Susan Levermann wertet in ihrer Strategie für jede Aktie 13 Kennzahlen aus, die in die Kategorien wirtschaftliche Qualität, Bewertung des Kurses, Börsenstimmung, Momentum, Technik und Wachstum eingeteilt werden können.

Für jede Kennzahl erhält die Aktie 1, 0 oder -1 Punkte. Aus diesen 13 Kennzahlen wird eine Gesamtpunktzahl errechnet. Mithilfe dieser können dann verschiedene Aktien miteinander verglichen werden.

 

Qualität

Definition der Kennzahl: Der Lohn der Unternehmer/innen, den sie für ihre Mühen und für das von ihnen getragene Risiko, ihr Geld ins Unternehmen zu stecken, erhalten. Der Gewinn (Jahresüberschuss), den die Unternehmer erzielen, im Verhältnis zum im Unternehmen steckenden Eigenkapital. Das Ergebnis ist eine Prozentangabe.

Weiterlesen zur Eigenkapitalrendite ...

Definition der Kennzahl: Der Gewinn des Unternehmens vor Steuer und nach Abschreibungen, im Verhältnis zum Umsatz des Unternehmens. Das Ergebnis ist eine Prozentangabe.

Weiterlesen zur Gewinnmarge ...

Definition der Kennzahl: Das bilanzierte Eigenkapital des Unternehmens im Verhältnis zur Bilanzsumme. Die Bilanzsumme ergibt sich aus Eigenkapital + Fremdkapital. Mit der Eigenkapitalquote korrespondiert der Verschuldungsgrad des Unternehmens, der sich aus Fremdkapital geteilt durch Eigenkapital ergibt.

Weiterlesen zur Eigenkapitalquote ...

Bewertung

Definition der Kennzahl: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) über 5 Jahre drückt aus, wie sich der aktuelle Kurs der Aktie und der durchschnittliche Jahresgewinn pro Aktie über 5 Jahre zueinander verhalten. Das KGV drückt dadurch auch aus, nach wie vielen Jahren Gewinnerzielung in dieser durchschnittlichen Höhe ein Gesamtgewinn erreicht würde, der dem aktuellen Kurs entspricht. Maßgeblich für das KGV über 5 Jahre sind die berichteten Zahlen aus den letzten 3 vergangenen Jahren sowie die erwarteten Zahlen für das aktuelle und das nächste Geschäftsjahr. Die erwarteten Zahlen entstehen aus Schätzungen von Analysten, die Zahlen für die drei Jahre zuvor reflektieren tatsächlich erzielte Gewinne.    

Weiterlesen zum Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) über 5 Jahre ...

Definition der Kennzahl: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) drückt aus, wie sich Kurs der Aktie und Jahresgewinn pro Aktie zueinander verhalten. Das KGV drückt dadurch auch aus, nach wie vielen Jahren Gewinnerzielung in gleicher Höhe ein Gesamtgewinn erreicht würde, der dem aktuellen Kurs entspricht. Maßgeblich für das KGV ist der von den Analysten erwartete Gewinn für das aktuelle Jahr, nicht der tatsächlich zuletzt erzielte Gewinn.

Weiterlesen zum Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) im aktuellen Jahr ...

Stimmung

Definition der Kennzahl: Aktien werden von den Analysten in eine 5-stufige Skala eingestuft.

Kaufen=1, Übergewichten=2, Halten=3, Untergewichten=4, Verkaufen=5 bzw. Buy=1, Outperform = 2, Hold=3, Underperform=4, Sell=5.

Über die Einstufungen der Analysten wird der Durchschnittswert gebildet, sozusagen als Durchschnittsempfehlung. Ist der Durchschnittswert kleiner als 2, dann wird der Durchschnitt als Kaufen gewertet, ist er größer als 4, als Verkaufen. Eine Kaufempfehlung der Analysten bedeutet in der Regel, dass hier keine positiven Überraschungen mehr zu erwarten sind - deshalb ein Minuspunkt in der Levermann-Methode. Umgekehrt bei der Verkaufsempfehlung, hier sind Überraschungen möglich. Und die Börse liebt laut Susan Levermann Überraschungen, deshalb gibt es einen Pluspunkt. Ausnahmen bestätigen die Regel: Wenn ein kleines Unternehmen (SDAX und kleiner) nur von wenigen Analysten (höchstens 5) analysiert wird, dann ist es umgekehrt: für die Kaufempfehlung der Analysten gibt es einen Pluspunkt, für die Verkaufsempfehlung einen Minuspunkt. 

Weiterlesen zu den Analystenmeinungen ...

Definition der Kennzahl: Aktiengesellschaften veröffentlichten 4 mal im Jahr ihre "Zahlen" für das letzte Vierteljahr, an einem dieser 4 Termine zusätzlich für das letze Kalenderjahr bzw. Geschäftsjahr. Gleichzeitig bewegt sich aber auch der Gesamtmarkt, d.h. alle Aktien fallen oder steigen im Durchschnitt ein bisschen aufgrund von Faktoren, die nicht für das betrachtete Unternehmen spezifisch sind. Die "bereinigte" Reaktion der Aktie auf die Veröffentlichung besteht also darin, aus der Reaktion der Aktie (prozentuale Veränderung des Kurses) den "Markt an sich" (prozentuale Veränderung des passenden Aktienindex) herauszurechnen.

Weiterlesen zur Reaktion auf die letzten Quartalszahlen ...

Momentum

Definition der Kennzahl: Die Erwartungen der Analysten an die Gewinne eines Unternehmens können sich im Lauf der Zeit durch verschiedenste Einflüsse ändern. Als Kennzahl wird gemessen, wie sich die Erwartungen in den letzten 4 Wochen verändert haben. 

Weiterlesen zu Gewinnrevisionen ...

Definition der Kennzahl: Prozentsatz, in dem sich der Kurs in den letzten 6 Monaten verändert hat, d.h., ob und in welchem Ausmaß ein Aufwärtstrend oder ein Abwärtstrend besteht.

Weiterlesen zum Kursverlauf in den letzten 6 Monaten ...

Definition der Kennzahl: Prozentsatz, um den sich der Kurs in den letzten 12 Monaten verändert hat, d.h., ob und in welchem Ausmaß ein Aufwärtstrend oder ein Abwärtstrend besteht.

Weiterlesen zum Kursverlauf im letzten Jahr ...

Definition der Kennzahl:  Die Kennzahl stellt fest, wenn eine Aktie aus einem sinkenden oder gleichbleibenden Trend in einen Aufwärtstrend wechselt, oder aus einen steigenden oder gleichbleibenden Trend in einen Abwärtstrend. 

Weiterlesen zum Kursmomentum ...

Technik

Definition der Kennzahl: Die Kennzahl erfasst, ob sich eine DAX-Aktie 3 Monate hintereinander jeweils im Vergleich zum DAX über- oder unterdurchschnittlich entwickelt hat. 

Weiterlesen zum Reversaleffekt ...

Wachstum

Definition der Kennzahl: Prozentualer Vergleich der Gewinschätzung für das nächste Jahr mit der Gewinnschätzung für das aktuelle Jahr. 

Weiterlesen zum erwarteten Gewinnwachstum ...

Börsenstimmung und Momentum sind tendenziell eher psychologisch wirkende Faktoren. Qualität und Bewertung sind an den Unternehmenszahlen orientierte Faktoren.

Für alle Kennzahlen gibt Susan Levermann in ihrem Buch eine theoretische Begründung, warum die Kennzahl sinnvoll ist, bzw. Erfahrungswerte und Angaben zu Studien, die Zusammenhänge in der Vergangenheit untersucht haben. Natürlich ist das keine Garantie für die Zukunft.

Aus der Lektüre des Buchs von Susan Levermann heraus wird klar, dass sich die Risiken sehr gut beherrschen lassen, und ohne Anspannung und Angst der Schritt unternommen werden kann, selbst und eigenverantwortlich in Aktien zu investieren. 

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